Interview mit Jan Dornbach

Gestatten, Jan, Christian, Joseph, Dornbach, 29 Jahre, Sohn, Bruder, Ehemann, Vater, gebürtiger Lennestädter, Büterling und Gründer.

Können Sie uns Ihren beruflichen Werdegang kurz schildern?

Jan Dornbach: Meine Berufserfahrungen und den bisherigen Werdegang, habe ich mir in einem mittelständischen und familiengeführten Unternehmen aufgebaut, welches in dem Südwestfälischen-Verbund der innovativen Automobilzulieferer (VIA) tätig ist. Angefangen bei der Zeit der Berufsausbildung als Mechatroniker, des Facharbeiters, der ersten Führungsverantwortung parallel zum Amt des Betriebsratsvorsitzenden eines neun köpfigen Gremiums, bis hin zur letzten Stellenbeschreibung Leiter Maschinen & Gebäudeinstandhaltung, war ich in Summe 13 Jahre bei diesem Unternehmen beschäftigt. Eine wahrlich lehrreiche Zeit! 

Die nebenberuflichen Weiterbildungen in Teilzeitform, zum Fachingenieur im Bereich Maschineninstandhaltung, zum Sachverständigen für das Maschinenprüfungswesen, zum geprüften Technischen Betriebswirten, sowie zum staatlich geprüften Techniker in Fachrichtung Mechatronik, haben mich zu dem vermittelten Lernstoff, insbesondere das Zeitmanagement und die Resolutheit, tief in meiner Persönlichkeit verankern lassen. 

Wann und warum fiel die Entscheidung, den Bereich der Instandhaltung zum Beruf zu machen?

Jan Dornbach: Es gibt alte Videokassetten meiner Eltern, die mich im Kindesalter zeigen, wie ich mein Spielzeug auseinandergeschraubt habe. Nicht, dass ich das Spielzeug zu der Zeit wieder zusammengebaut hätte… ganz offen, das Instandsetzen hat dann doch noch einige Jahre gedauert. Ich denke jedoch, dass der Grundstein recht früh gelegt worden ist. Physikalische, mathematische, und technische Abläufe und Schulfächer, haben mich von klein auf am meisten interessiert. Diverse freiwillige Praktika, in den verschiedensten Berufen haben mir den Einstieg in das Berufsleben des industriellen Mechatronikers in der Instandhaltung dann bestimmt. 

Wann und wo reifte der Entschluss zur Selbstständigkeit?

Jan Dornbach: Der Begriff des Reifens trifft es auf den Punkt!

Die ersten Gedanken zu einer möglichen Unternehmensgründung begannen bei mir 2011, spät nachmittags und abends, in einem Zug zur oder von der Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker in Hagen. Die Teilzeitform hat ermöglicht, das was abends gelernt worden ist, tagsüber umzusetzen und eine andere Sichtweise zu der gängigen Betriebspraxis zu erhalten. 2018, sieben Jahre weitere nebenberufliche Weiterbildungen, einiges an Fachwissen, ein starkes Netzwerk und viele Fragen und Antworten weiter, dann der erste greifbare Schritt in Richtung Selbstständigkeit, die Anmeldung des Nebengewerbes. Sehr genau zwei Jahre nach den ersten Erfahrungen als nebenberuflicher Dienstleister, dann der Weg aus der Komfortzone einer Festeinstellung, zum Unternehmer und Arbeitgeber 2020.

Welche Herausforderungen gab es bis zum eigenen Unternehmen?

  • Die ersten rechtlichen Erfahrungen in Sachen Zwistigkeiten, wodurch auch die Eintragung der Wort-/Bildmarke beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) entstand.
  • Diverse behördliche Abläufe bei Überschneidungen von Zuständigkeitsbereichen.
  • Auf- /Ausbau eines Kundenstamms unter COVID-19.

Welche Qualifikationen braucht man, um als Dienstleister in der Instandhaltung tätig zu sein?

Jan Dornbach: Durch die Ausübung eines Gewerbes, welches unter die Zulassungspflicht fällt, ist die Voraussetzung der Meisterbrief, oder ein gleichwertiger Abschluss, der vorab durch die zugehörige Kammer (DIHK bzw. DHKT) anerkannt werden muss. Zudem kann es sein, dass durch Ausübung weiterer Tätigkeiten eine mögliche Abgrenzung in die Industrie, Handwerk, Handel oder Dienstleistung getroffen wird.

Was macht Ihr Unternehmen aus?

Wir zeichnen uns durch unsere klare Zielsetzung aus. Denn für uns wird der Nebenprozess Instandhaltung zum eigenen Hauptprozess, um so dieser vielfältigen Thematik im Sinne aller gerecht werden zu können. Getreu unserem Leitspruch - Prävention statt reaktiver Instandhaltung – unterstützen wir Unternehmen, die genau wie wir davon überzeugt sind, dass das sogenannte Feuerwehrprinzip in der Instandhaltung von heute, keinen alleinigen Bestand hat. Dass der Stand der Technik nicht für alle Problemstellungen ausreichend ist und dass die Unternehmen von morgen, die Sicherheit ihrer Prozesse und Mitarbeiter ernst nehmen.

Was schätzen Sie am Leben & Arbeiten in Südwestfalen?

Jan Dornbach: Ich finde Südwestfalen bietet die richtige Mischung zwischen Idylle und gleichzeitig einer der stärksten Wirtschaftsstandorte Deutschlands zu sein.

Haben Sie Tipps für andere Gründer?

  • Die Geschäftsidee auf den Prüfstand stellen und dran feilen bis es passt!
  • Das Aneignen von Fachwissen und nötigen Qualifikationen!
  • Partner suchen und ein Netzwerk aufbauen!
  • Eine gründliche Marktanalyse betreiben! (Zielgruppen, Mitbewerber, „Bauchladen“, Standort, etc.)
  • Die richtige Unternehmensstruktur /-form wählen!
  • Das Konzept für Marketing und Vertrieb aufbauen!
  • Aufstellung einer Planrechnung inkl. des Kapitalbedarfs und möglicher Fremdfinanzierung!
  • Mentoring - Nicht scheuen, Hilfestellungen anzunehmen!

Was würden Sie jungen Menschen raten, die Ihren beruflichen Weg finden wollen?

Jan Dornbach: Ich war selbst in der Situation und hab mich vorerst schwergetan. Durch diverse freiwillige Praktika, Schnuppertage, Berufsmessen und mehr, habe ich meinen Weg finden können. 

Vielen Dank für das interview!

Übrigens: Dornbach Instandhaltung® zählt zu den attraktiven Arbeitgebern der Region Südwestfalen. Mehr zu Dornbach Instandhaltung ® finden Sie hier.

 

Quelle: Text und Foto: Dornbach Instandhaltung®