Anna Pieper hat sich bewusst für die Rückkehr in ihre Heimat Südwestfalen entschieden. Nach ihrem berufsbegleitenden Masterstudium und der Steuerberaterprüfung in Frankfurt, arbeitet sie heute als Steuerberaterin bei der coventus Steuerberatersozietät in Lennestadt - und fühlt sich sehr wohl dort. Im Interview erzählt sie, was sie zurück in die Region gezogen hat.

Warum Südwestfalen?
Ich bin in einem kleinen Ort im Kreis Olpe aufgewachsen und habe mehr als 20 Jahre dort gelebt. Da ich mein Bachelorstudium bereits berufsbegleitend bei einem Unternehmen in der Region absolvierte, wollte ich für mein berufsbegleitendes Masterstudium sowie die Steuerberatervorbereitung mal „rauskommen“ und das Stadtleben kennenlernen. Also bin ich Anfang 2015 nach Frankfurt gezogen und habe bei einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gearbeitet. Nach dem Masterstudium und der Steuerberaterprüfung, stellte sich für mich erneut die Frage, wie ich mir meine weitere berufliche und private Zukunft vorstelle. Da meine Familie und viele meiner Freunde in Südwestfalen leben, war die Rückkehr in die Heimat schon immer in meinem Hinterkopf. In diesem Jahr wurde der Plan dann in die Tat umgesetzt.

Ihr erster Eindruck von der Region?
Da ich hier aufgewachsen bin, kenne ich Südwestfalen sehr gut. Was die Region im Unterschied zur Großstadt ausmacht, ist meiner Meinung nach vor allem das soziale Engagement, das durch die vielen verschiedenen Vereine ausgeübt wird und für den Großteil der Menschen hier selbstverständlich ist.

Warum dieser Arbeitgeber?
Was mir bei coventus direkt positiv ins Auge fiel, war vor allem das junge Team und die Bereitschaft zur kontinuierlichen Verbesserung und Weiterentwicklung, insbesondere auch im Bereich der Digitalisierung. Daneben ist die Arbeit bei coventus, im Gegensatz zu meiner Tätigkeit in Frankfurt, sehr viel abwechslungsreicher, da ich die verschiedensten Mandanten bei den unterschiedlichsten steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Themen unterstützen darf.

Was kann die Region besser machen?
Was ich im Gegensatz zu Frankfurt sehr vermisse, ist die gute Infrastruktur. In vielen Orten der Region benötigt man über eine halbe Stunde, um eine Autobahn zu erreichen. Zudem ist der öffentliche Nahverkehr sehr schlecht ausgebaut. So gibt es kaum eine Möglichkeit, in angemessener Zeit nahgelegene Städte wie Köln erreichen, so dass oft auf das Auto zurückgegriffen wird. Dies ist gerade in Zeiten des Klimawandels und der immer voller werdenden Autobahnen alles andere als wünschenswert. Zudem nimmt sich die Region damit die Chance für Berufspendler attraktiver zu werden, die einer Arbeit in Städten wie Köln oder Dortmund nachgehen und gerne ländlicher leben wollen oder umgekehrt.

Quelle: Südwestfalen Agentur GmbH, Stand: 27.01.2020