Gute Nachrichten für Südwestfalen: Am 4. Juni hat der Parlamentarische Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft Klaus Kaiser die Juryentscheidung für die erste Phase des Förderprogramms „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ bekannt gegeben. Von insgesamt 150 Bewerbungen aus ganz NRW wurden 17 Projekte ausgewählt - und darunter vier aus Südwestfalen!

Mit dem Förderprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung in ländlichen Räumen" soll sowohl die Entwicklung neuer konzeptioneller Ansätze für die kulturelle Infrastruktur im ländlichen Raum, als auch deren Umsetzung gefördert werden. Es konnten sich Kultureinrichtungen in der ersten Förderphase des Programms für eine Förderung bei der Entwicklung von Konzepten für die (Weiter-)Entwicklung zu einem "Dritten Ort" bewerben. Dabei werden die ausgewählten Projekte nun mit bis zu 50.000 Euro für ein Jahr lang unterstützt. 

  • Qulturwerkstatt e.V., Netphen

Initiative von Künstlerinnen und Künstlern, die auf Bedarfslage im sehr ländlichen Raum reagieren und dafür eine Scheune in einem größeren Gebäudekomplex nutzen wollen. Die Jury hat dieses Vorhaben auf Grund der besonders kreativen Konzeptansätze ausgewählt.

  • Gemeinde Schalksmühle

Vorhaben im sehr ländlichen Raum, das die Umnutzung eines Kirchengebäudes (ehemalige Kreuzkirche Am Mathagen) zu einem Kultur-, Bildungs- und Begegnungszentrum zum Ziel hat. Die Jury hat besonders das fundierte Akteursspektrum hervorgehoben.

  • Stadt Schmallenberg

Kulturangebote werden überwiegend durch Ehrenamt getragen und treffen auf eine sehr dezentrale Stadtstruktur. Als „Dritter Ort“ soll das Informationszentrum für Holz und Touristik genutzt werden. Die Jury hat die besondere Herausforderung sowie die Einbindung des Aspekts „Digitalisierung“ betont.

  • We love Warstein e.V.

Die Initiative geht auf jüngere Generation zurück und will in einer alten Direktoren-Villa, "FH3", in zentraler Lage die Aspekte Kultur, Bildung und Arbeit miteinander verknüpfen. Die Jury hat den Ansatz einer Mischung aus kommerzieller und nicht-kommerzieller Nutzung besonders hervorgehoben. Geplant ist ein multifunktionales und innovatives Raumkonzept auf drei Etagen, das vor allen Dingen jungen Menschen Vernetzung, Begegnung, Kultur und Bildung bieten und ermöglichen soll. Und für diese Projektidee wurde das Vorhaben im April bereits mit dem ersten REGIONALE 2025-Stern ausgezeichnet!

„Nordrhein-Westfalen verfügt über eine vielfältige Kulturszene. Stadt und Land bilden dabei keine Gegensätze, sondern tragen gemeinsam zu dieser Vielfalt bei. Besonders im ländlichen Raum steht die kulturelle Infrastruktur aufgrund gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen vor neuen Herausforderungen und ganz unterschiedlichen Ausgangslagen. Wir brauchen daher eine Diskussion über neue Rollen und die Weiterentwicklung von Kultureinrichtungen ‚auf dem Land‘. Wir wollen die Entwicklung und Erprobung neuer Modelle unterstützen. Deshalb haben wir das Förderprogramm Dritte Orte aufgelegt. Denn Dritte Orte können ein Weg sein, Kultur im ländlichen Raum zu stärken und gleichzeitig neue Orte der Begegnung und des gesellschaftlichen Miteinanders zu schaffen“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Klaus Kaiser.

Informationen zum Förderprogramm sowie die Übersicht zu den geförderten Projekten der ersten Phase finden Sie unter: www.dritteorte.nrw

Quelle: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Stand: 5. Juni 2019