Starke Wirtschaft, starke Perspektiven. Gemeinsam mit sechs weiteren Regionen aus ganz Deutschland ist Südwestfalen in den kommenden zwei Jahren Teil eines Forschungsvorhabens. Darin wird untersucht, welchen spezifischen Herausforderungen ländliche Regionen gegenüberstehen und welche Faktoren bei der Entwicklung von Handlungsansätzen und Lösungsstrategien maßgeblich sind. Nun gab es ein erstes Treffen.

In der öffentlichen Wahrnehmung und in der Forschung wird die (wirtschaftliche) Stärke des ländlichen Raums häufig vernachlässigt. Das Forschungsvorhaben "Strategische Kooperationsregionen in ländlichen Räumen" will das nun ändern. Hierzu wurden in einem intensiven Prozess die Regionen Südwestfalen, Allgäu, Vierländerregion Bodensee, Wachstumsregion Ems-Achse, Koblenz-Mittelrhein, Nordthüringen und Vorpommern ausgewählt, die nun als Partnerregionen zusammenarbeiten. Sie wollen unter wissenschaftlicher Begleitung die Stärken und Erfolgsfaktoren ländlicher Regionen bei Zukunftsfragen identifizieren, um voneinander zu lernen und Nachahmer-Regionen eine Art Leitfaden an die Hand zu geben.

"Südwestfalen ist ohne Kooperation nicht denkbar: fünf Kreise, 59 Kommunen, rund 350 Unternehmen im Verein "Wirtschaft für Südwestfalen", Organisationen, Vereine, Verbände und und und. In den vergangenen Jahren ist die Zusammenarbeit bei uns in der Region gewachsen und hat sich verstetigt", sagte Marie Ting von der Südwestfalen Agentur GmbH. "Nur mit diesem Kooperationsgedanken können wir Herausforderungen bewältigen und Zukunftsentwicklung betreiben. Das macht uns aus." Die Südwestfalen Agentur GmbH vertritt die Region in dem Forschungsvorhaben und erhofft sich auch Erkenntnisse für die eigene Arbeit der Region Südwestfalen.

Der Projektansatz stößt auch auf Bundesebene auf Interesse: Bis Oktober 2021  wird das Projekt vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung gefördert. Geleitet wird das Vorhaben durch das wissenschaftliche Beratungsunternehmen Sprint aus Darmstadt und die Wachstumsregion Ems-Achse mit Sitz im emsländischen Papenburg. Dort fand nun auch das erste Treffen der Partner-Regionen statt. "Wir freuen uns, dass nach einem intensiven Auswahlprozess diese starken Regionen nun enger zusammenarbeiten", sagte Dr. Dirk Lüerßen, Geschäftsführer der Ems-Achse und Projektleiter für den Praxis-Teil. "Der Auftakt ist gelungen und es ist spannend zu sehen, wo Gemeinsamkeiten und wo Unterschiede bestehen", ergänzt Dr. Sebastian Elbe, der als Projektleiter für Sprint die Regionen forschend begleitet.

Gemeinsame Präsentation auf der Grünen Woche in Berlin

Schwerpunkt des ersten Treffens war der Bereich "Fachkräftesicherung". Trotz zum Teil exzellenter Wirtschaftsdaten, einem sehr gesunden Mittelstand und vielen Marktführern würden ländliche Räume häufig nur touristisch wahrgenommen, waren sich die Regionen einig. Sie wollen dieses Thema beim nächsten Treffen in Berlin vertiefen. Dort planen die Partnerregionen einen gemeinsamen Auftritt bei der Internationalen Grünen Woche. Weitere Zusammenkünfte werden in den kommenden Monaten in den beteiligten Regionen stattfinden, um sich vor Ort auszutauschen und voneinander zu lernen.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie unter www.starke-regionen.de.

Quelle: Südwestfalen Agentur GmbH, Stand: 2.10.19