REGIONALE 2025: Kultur für Jugendliche, App für Ausbildungsplätze, Kurangebote für pflegende Angehörige und mehr

So lang war die Liste für den Ausschuss der REGIONALE 2025 noch nie: Insgesamt 18 Vorhaben wurden im Beisein von NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach ausgezeichnet. Für gleich fünf Projekte gab es bereits den dritten Stern. Das bedeutet: Sie sind so ausgereift und geplant, dass sie umgesetzt werden können. Im Kreis Olpe erhalten Jugendliche ganz neue Möglichkeiten Ausbildungsplätze zu entdecken, in Lüdenscheid hilft ein Portal beim individuellen Lernen von neuer Technik, in neun südwestfälischen Kurorten entstehen neue Angebote für pflegende Angehörige, in zehn Kommunen Kulturangebote von Jugendlichen für Jugendliche entwickelt und der Sauerländische Gebirgsverein kümmert sich um das Ehrenamt der Zukunft.

Über die Sommermonate hatten die Projektverantwortlichen an vielen Vorhaben der REGIONALE 2025 gefeilt und Konzepte ausgearbeitet. Daher konnte der REGIONALE-Ausschuss im Beisein von NRW-Bau- und Heimatministerin Ina Scharrenbach über weit mehr als ein Dutzend Projektideen aus der Region beraten und gleich 18 Vorhaben auszeichnen. Mobilstationen in Gewerbegebieten, digitale Stadtführungen und Klima-Scouts waren ebenso darunter wie NaturTalente an den Lippeauen, Schaffung digitaler Möglichkeiten für die Dörfer und neue Kulturangebote in Netphen.

„Wir haben uns in der REGIONALE 2025 in Südwestfalen auf die Fahnen geschrieben, nicht nur digital-nachhaltig-authentische Projekte umzusetzen, sondern vor allen Dingen die Bedürfnisse der jungen Generation zu berücksichtigen. Denn sie werden in einigen Jahren diese Region maßgeblich prägen. Die heute ausgezeichneten Projekte sind ein guter Beleg dafür, dass wir das in Südwestfalen sehr ernst nehmen, sie ermuntern, einbeziehen und ihnen privat wie beruflich Unterstützung geben möchten“, sagte Theo Melcher, Landrat des Kreises Olpe und aktuell Vorsitzender des REGIONALE-Ausschusses.

Im Ausschuss sitzen Vertreter:innen aus ganz Südwestfalen, der Bezirksregierung Arnsberg sowie den Ministerien des Landes NRW. Zehn Projekte erhielten den ersten Stern, drei den zweiten und für fünf Vorhaben gab es den finalen dritten Stern. Für sie gibt es eine Förderung und sie können umgesetzt werden.

Die fünf 3-Sterne-Projekte sind

3. Stern: RegioQuest

Die Universität Siegen möchte mit dem Projekt „RegioQuest Jugendlichen auf eine spielerische Art und Weise Möglichkeiten bieten, Ausbildungsplätze in der Region wahrzunehmen, zu erkennen und im besten Fall auch zu besetzen. Das Projekt startet zunächst im Kreis Olpe. Ähnlich wie bei Pokémon Go sollen sie über die RegioQuest-App kleine Rätsel, sogenannte Quests, die über Olpe verteilt sind, einsehen und lösen können. Die Unternehmen reichern über eine Webplattform die Quests mit Ausbildungsplätzen an. So sehen die Jugendlichen auf spielerische Art, welche beruflichen Möglichkeiten sie in ihrer unmittelbaren Umgebung zur Verfügung haben. Über das NRW-Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit fließen Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Initiative REACT-EU in Höhe von 317.000 Euro an den Projektträger.

3. Stern: Youth & Arts – Kultur von Jugendlichen für Jugendliche

Junge Menschen sollen selbst künstlerisch, kulturell und sozial aktiv werden, gemeinsam eigene Projekte umsetzen und so die Region mitgestalten. Der Verein Ensible aus Schmallenberg hilft ihnen im Projekt „Youth & Arts“ dabei, ihre Ideen umzusetzen. Er arbeitet mit Kommunen, Schulen und vielen weiteren Akteuren in der Region zusammen, um Jugendlichen auch den Raum zu geben, sich zu entfalten: ob bei einer Jugendkunstgalerie, bei Festivals oder in Initiativen. „Youth & Arts“ setzt dabei auf die gezielte Unterstützung und Coaching in den Schulen, aber auch auf digitale Hilfsmittel und das Teilen von Leitfäden. Das Projekt erhielt den zweiten und dritten Stern auf einen Schlag. Die Fördermittel in Höhe von 311.000 Euro vom LWL-Landesjugendamt und 30.000 Euro im Rahmen des Förderprojekts Regionale Kulturpolitik der Kulturregion Sauerland stehen bereit. 

3. Stern: Auszeit in Südwestfalen – Kurangebote für pflegende Angehörige

Neunfache Freude in Südwestfalen: in Bad Berleburg, Bad Laasphe, Bad Sassendorf, Brilon, Erwitte-Bad Westernkotten, Lippstadt-Bad Waldliesborn, Olsberg, Schmallenberg und Winterberg. Gleich neun Kur- und Heilbäder der Region wollen neue Kurangebote für Menschen schaffen, die im eigenen Zuhause Angehörige pflegen und ihnen digital den Zugang zu den Angeboten zu erleichtern. Die Besonderheit ist, dass die zu pflegende Person mitgenommen werden kann und vor Ort versorgt wird. Die Angebote entstehen in Kooperation mit einem Partner-Projekt in Ostwestfalen-Lippe. Das NRW-Gesundheitsministerium fördert das Projekt mit rund 320.000 Euro.

3. Stern Denkfabrik digital, Teilprojekt „Dot.AP“

Als Teil des umfangreichen Gesamtprojekts „Denkfabrik digital“ entsteht in einem ersten Schritt ein digitales Aus- und Weiterbildungsmodell. Sein Name: DOT.AP. Das steht für „Digitales Offenes Technik Ausbildungs-Portal“. Unternehmen und Mitarbeitende der Metall-, Kunststoff- und Lichttechnik sollen sich über das Portal einem technischen Thema im eigenen Tempo nähern können – vom Laien bis zum Profi, von der Theorie bis zur Praxis. Neben virtuellen Hilfsmitteln kommen auch reale Demonstratoren zum Einsatz, sodass neue Technik für die Nutzer:innen auch erfassbar und erlebbar wird. Auf diese Weise können für alle Interessierten mit beliebigen Wissensständen und Ausgangssituationen individuelle Ausbildungswege und -tiefen ermöglicht werden. Über das NRW-Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit wird es mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Initiative REACT-EU mit 371.000 Euro gefördert.

3. Stern: Zukunftssicherung des Ehrenamtes, Teilprojekt

Der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) will Lösungen finden, um vor allen Dingen junge Mitglieder, Ehrenamtliche und Engagierte zu gewinnen für die Vereinsarbeit.Das Projekt ist in zwei Teile gegliedert. Das erste nennt sich „Lösungen finden“ und wird von der NRW-Stiftung mit 100.000 Euro gefördert. Zu Beginn steht eine umfangreiche Analyse der SGV-Mitglieder und Ehrenamtlichen. Wo liegen ihre Kompetenzen? Welche Motive bewegen sie zum Engagement, wo wünschen sie sich Unterstützung? Aus der Analyse werden konkrete Ziele und Strategien für die künftige Arbeit des Ehrenamts abgeleitet und in konkrete Handlungsmaßnahmen überführt. Das zweite Teilprojekt soll sich anschließen, die Erkenntnisse vertiefen, erproben und bewerten. Alle gewonnenen Lösungen, sollen nicht nur einen Mehrwert für den SGV hervorbringen, sondern in einem Leitfaden für das Ehrenamt in Südwestfalen allgemein münden.

Auf einem guten Weg zur Umsetzung befinden sich die drei Vorhaben, die vom REGIONALE-Ausschuss den zweiten Stern erhielten. Das bedeutet: Sie haben ihre Idee weiter ausgearbeitet, Konzepte ausgefeilt und auch schon eine gute Vorstellung davon, wie sich das Vorhaben langfristig etablieren soll.

Die neu ausgezeichneten 2-Sterne-Vorhaben sind:

2. Stern: Wallfahrtsstadt Werl – Entschleunigen und Wohlfühlen

Die Wallfahrtsstadt Werl will ihre Innenstadt umgestalten. Weg vom klassischen Einzelhandelsstandort, hin zu einem vielfältig nutzbaren Raum unter dem Leitgedanken „Entschleunigen und Wohlfühlen“. Die Wallfahrtstradition spielt ebenso eine Rolle wie innovative Ansätze für Wohnen, Leben und Arbeiten. In der Fußgängerzone könnten beispielsweise bewusst „Grüne Räume“ zum Innehalten, Ruhefinden und zur Begegnung geschaffen werden. Der Marktplatz an der Wallfahrtsbasilika soll zu einer vielfältig nutzbaren Stadtmitte aufgewertet, leerstehende Ladenlokale als kulturelle und soziale Begegnungsstätten oder auch als medizinische oder Bildungseinrichtungen neu genutzt werden. Auch im Kurpark sind Veränderungen geplant.

2. Stern: Das Q – Qulturwerkstatt

Qaminzimmer, Baustellen-Qafé, Qraftraum oder Qüche? In der Qulturwerksstatt im Netphener Ortsteil Deuz dreht sich viel um den Buchstaben „Q“, aber noch viel mehr um Begegnung, Austausch und eine konstante Anlaufstelle für Kultur im ländlichen Raum. Daran arbeitet der Verein Qulturwerkstatt mit rund 100 Mitgliedern und einer Vielzahl an Quompliz:innen aus Kultur, Bildung, Verwaltung und weiteren Bereichen. Die Devise lautet: Alle dürfen ein und aus gehen, mitmachen und teilhaben an Kunst und Kultur. Bürger:innen können sich dann zum Beispiel über interaktive Kunstaktionen, Sportkurse, Angebote für Kinder und Jugendliche und auch ein qualitativ hochwertiges Kulturprogramm freuen.

2. Stern: Digitale Stadtgeschichte(n) – Heimatgeschichte(n) live erleben

In naher Zukunft sollen Gäste die beliebte Freudenberger Altstadt ganz neu erleben können. Möglich macht es das Projekt „Digitale Stadtgeschichte(n)“, bei dem die Stadt Freudenberg mit den Theatervereinen und Schulen vor Ort zusammenarbeitet. Wer künftig mit dem Smartphone durch den Alten Flecken läuft, kann über eine App in die Geschichte der Stadt eintauchen. An manchen Stellen tauchen Hologramme auf, die Geschichten erzählen und darstellen. Das schauspielerische Element erarbeiten die Theatervereine mit den Schulen und spielen es in die App ein.

Alle vorgenannten Projekte sind schon länger Teil des REGIONALE-Prozesses. Aber es gibt weiterhin viele Verantwortliche in Kommunen, Organisationen, Vereinen und Unternehmen, die sich mit neuen Ideen auf den Weg machen. Gleich zehn davon erhielten den ersten Stern.

1. Stern: Lern- und Kulturzentrum (LuK) Wenden

Eine Schule wird zum Ort für Begegnung, Bildung und Austausch für Bürger:innen, Vereine und auch Vertreter:innen aus Wirtschaft, Kultur und Ehrenamt. Diese Vision will die Gemeinde Wenden gemeinsam mit der örtlichen Gesamtschule und vielen weiteren Partnern im Rahmen der REGIONALE 2025 umsetzen.Die Gesamtschule soll in den nächsten Jahren zu einem offenen Lern- und Kulturzentrum werden. Bevor die Gemeinde Wenden aber eine bauliche Umsetzung angeht, erarbeitet sie mit den Bürger:innen ein Konzept für das geplante Zentrum. Dieses fußt auf fünf Bausteinen: Lernen, Kultur, Wirtschaft, Sport und Begegnung. Rund um diese Themenfelder sollen an der Gesamtschule neue Veranstaltungsformate und niedrigschwellige Angebote entstehen.

1. Stern: Digikur

Sieben Kurorte in Südwestfalen wollen attraktiver werden und neue Gäste für sich gewinnen. Helfen soll ihnen dabei „Digikur“. Digikur ist eine App, die Interessierten individuelle, passgenaue und schnelle Angebote für ihren Aufenthalt im jeweiligen Kurort bieten möchte. Hinter dem Vorhaben stehen Bad Berleburg, Bad Laasphe, Bad Sassendorf, Brilon, Olsberg, Schmallenberg und Winterberg. Sie wollen eine innovative IT-Infrastruktur für die Digikur-App aufbauen. Diese soll es ermöglichen, Gesundheitsparameter von Gästen mobil zu erheben und mit Gesundheitsangeboten der beteiligten Kurorte zu verbinden. Daraus entsteht ein Angebot für Interessierte, das individuell auf sie zu zugeschnitten ist.

1. Stern: Lebenswertes Gewerbegebiet Menden

In Menden entsteht derzeit auf 250.000 Quadratmetern das modernste Gewerbegebiet in Südwestfalen. Der Gewerbepark Hämmer im Nordwesten der Stadt soll mehr sein als nur eine reine Industriefläche. Das Kernstück des Vorhabens der Stadtwerke Menden ist ein Mobilitäts-Hub, der verschiedenste Angebote und Services bündelt. Hier sollen Arbeitnehmer:innen dann zum Beispiel ihr Auto in einem zentralen Parkhaus abstellen können oder mit dem Bus vom nächstgelegenen Bahnhof ankommen. Mit „Sharing-Angeboten“ wie E-Autos oder E-Bikes oder einem individuell bestellbaren Shuttle kann dann die letzte Strecke bis zum Unternehmen zurückgelegt werden. Damit die Angebote für die Pendler:innen möglichst einfach buchbar sind, sollen sie über eine speziell entwickelte On-Demand-Plattform organisiert und angeboten werden. 

1. Stern: Cluster Metall+Daten (im Rahmen von DO IT SWF)

Südwestfalen ist die stärkste Industrieregion in Nordrhein-Westfalen. Dafür sorgen zehntausende Unternehmen. Sie stehen allerdings vor großen Herausforderungen – etwa der digitalen Transformation. Um sie dabei zu unterstützten, soll eine Cluster-Organisation „Metall+Daten“ im Rahmen der Initiative der Uni Siegen DO IT SWF geschaffen werden. Die Idee: Regionale Akteure, insbesondere aus Industrie und Wissenschaft, vernetzen sich zu den Herausforderungen und schaffen Synergien. In einem ersten Schritt soll nun eine Pioniergruppe eine Clusterorganisation aufbauen. Dafür gilt es, die regionalen Bildungspartner, Industrieunternehmen, Kommunen und Sozialpartner nachhaltig zu vernetzen. In vertrauensvoller Zusammenarbeit soll das vorhandene Know-how der südwestfälischen Wirtschaft mit digitalen Innovationen verbunden werden und daraus neue Kompetenzen entstehen. 

1. Stern: Wir sind digital.Dorf

Die LEADER-Regionen in Südwestfalen haben sich zusammengetan, um eine Kommunikationsplattform für die Dörfer der Region zu schaffen. Was in einem Pilotprojekt bereits im Herbst in mehreren Modelldörfern startet, soll im Rahmen der REGIONALE 2025 auf die gesamte Region ausgeweitet und um zusätzliche Bausteine erweitert werden. In ausgewählten Modelldörfern wird zunächst eine Kombination aus Dorf-Webseite der Kommunikations-App „Dorffunk“ getestet. Hier können die Dorfgemeinschaften Projekte, Veranstaltungen und Informationen einstellen und die Bürger:innen wie auf einem sozialen Netzwerk miteinander kommunizieren. Jedes Modelldorf stellt dabei ein Redaktionsteam, das Inhalte erarbeitet und die Dorfplattform aktuell hält. Unterstützt werden die Teams technisch, inhaltlich und organisatorisch von sogenannten Digitalpat:innen.

1. Stern: Bpart

Im Kreis Soest wollen die Fachhochschule Südwestfalen, die Hochschule Hamm-Lippstadt und die Pädagogische Hochschule Karlsruhe Berufskollegs nachhaltig beim Aufbau digitaler Strukturen unterstützen. Im Rahmen des Projekts „Bpart“ sollen so langfristige und individuell auf die Schulen abgestimmte Bildungspartnerschaften entstehen. Im Kern entstehen beim Projekt „Bpart“ Tandems zwischen wissenschaftlichen Mitarbeitenden der Hochschulen und Lehrkräften an den Schulen. Gemeinsam erarbeiten die Teams Konzepte und Maßnahmen, um den Unterricht und die Ausstattung an den Schulen digitaler zu machen und das Lehrpersonal an das Thema Digitalisierung heranzuführen.

1. Stern: KlimaScouts

Um gute und akzeptierte Lösungen für klimaschonende Maßnahmen zu finden und das Wissen über klimatische Veränderungen an die Bürger:innen weiterzugeben, plant der Kreis Siegen-Wittgenstein KlimaScouts auszubilden. Gemeinsam mit der Uni Siegen sollen sie wissenschaftlich fundierte Fachkenntnisse in die Bevölkerung tragen. KlimaScouts sind Zweier-Teams aus Schüler:innen und Erwachsenen, die wissenschaftsnah ausgebildet werden und ihr erworbenes Wissen bei Besuchen in Schulen, Verwaltungen, Vereinen und Unternehmen weitergeben. 

1. Stern: L(i)ebenswertes Lennestadt

Die Innenstadt attraktiv halten, Leerstände neu nutzen und ausreichend wie nachgefragten Wohnraum schaffen: Die Stadt Lennestadt möchte für diese Problemstellungen der Stadtentwicklung eine App entwickeln. Die App „L(i)ebenswert Lennestadt“ soll dabei helfen, die Ortskerne als Gewerbe- und Wohnstandort liebens- und lebenswert zu erhalten. Anbietende und Suchende bzw. Mieter:innen und Besitzer:innen sollen sich hier gegenseitig schnell und unkompliziert finden. Die Stadt erkennt zudem, welche Ortsteile besonders bevorzugt und welche Wohnungs- und Hausgrößen oder auch Gewerbearten gerade gefragt sind. Das Ziel ist so dem Leerstand von Ladenlokalen und Geschäftsräumen zu begegnen und zudem ausreichend Wohnraum bereitzustellen.

1. Stern: NaturTalenteLippe

Zwischen Lippstadt und Lippetal liegt die Auenlandschaft der Lippe: ein einzigartiger und wertvoller Naturraum mit vielen „NaturTalenten“. Genau diese wollen die beiden Kommunen nun vor Ort und auch digital sicht- und erlebbar machen und gleichzeitig neue Netzwerke schaffen. So sollen die Lippeauen nicht nur als Naturraum gestärkt, sondern auch zu einem attraktiven Wohn-, Arbeits- und Lebensstandort werden. Umgesetzt werden sollen die verschiedenen Maßnahmen bis zum Jahr 2030. Die Pläne umfassen beispielsweise den Bau eines Informationszentrums rund um die einzigartige Natur der Auenlandschaft, Freizeitmöglichkeiten an der Lippe – wie etwa Wassersportanlagen oder Rad- und Fußwege – und betrifft auch die Dörfer und Städte entlang des Flusses. Alle Maßnahmen des Projekts werden gemeinsam mit der Bevölkerung und verschiedenster Akteure erarbeitet.

1. Stern: Smart Wood

Der Naturpark Arnsberger Wald soll sich wandeln zu einem attraktiven Erlebnis- und Lernort für Gäste. Um das zu schaffen, arbeiten die Verantwortlichen in enger Abstimmung mit vielen Organisationen an dem Projekt „Smart Wood“. Entstehen sollen digitale Lösungen, die Besucher:innen inspirieren, die Natur und den Waldumbau auf neue Weise erlebbar machen und Besuchsströme lenken. Unter anderem sollen unsichtbare Vorgänge wie der Waldumbau mit digitaler Hilfe sichtbar gemacht werden und das Naturerlebnis beim Wandern in der Natur ergänzen. 

Mit den nun ausgezeichneten Vorhaben sind über 60 Projekte Teil des REGIONALE-Prozesses. Die Verantwortlichen und ihre Vorhaben werden von den Südwestfalen-Beauftragten in den fünf Kreisen sowie dem Team der Südwestfalen Agentur betreut, das die REGIONALE 2025 koordiniert. „Anfangs schien es für Viele sehr komplex zu sein, dass jedes Projekt die Südwestfalen-DNA – digital, nachhaltig, authentisch – tragen soll. Mittlerweile gibt es dazu aber konkrete Beispiele, die beim Verständnis helfen und zeigen, wie vielfältig dieser Ansatz gedacht wird“, sagten Hubertus Winterberg und Dr. Stephanie Arens von der Südwestfalen Agentur. „Wenn digitale Hilfen das Wandererlebnis verbessern, die Ausbildungssuche neu gestaltet werden kann, neue Kur- und Kulturangebote geschaffen und vermittelt werden, das Ehrenamt und die Dörfer profitieren und die Wirtschaft Kompetenzen bündelt, dann trifft das den Alltag vieler Bürgerinnen und Bürger – und genau dafür ist die REGIONALE 2025 da.“

Im Rahmen der REGIONALE 2025 werden noch bis mindestens Ende 2021 Ideen gesucht. Einen Überblick über alle bislang ausgezeichneten Projekte finden Interessierte auf www.suedwestfalen-agentur.com/regionale-2025/projekte