Telemedizin, elektronische Patientenakten, Medizin-Apps, regionale Gesundheitszentren, Filialpraxen, verstärkte Vernetzung der Bereiche Medizin, Reha und Pflege – all das sind Aspekte, die in den kommenden Jahren in Südwestfalen von größerer Bedeutung werden. Es gilt, die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen und die Versorgungsqualität im gesundheitlichen und pflegerischen Bereich langfristig zu gewährleisten.

Im Rahmen der REGIONALE 2025 wird es für Südwestfalen darum gehen, im Handlungsfeld Gesundheit innovative Lösungsansätze zu finden. Die Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft Südwestfalen / GWS wird die Südwestfalen Agentur zukünftig u.a. in den Bereichen Analysen, Projektentwicklung, und Veranstaltungsmanagement unterstützen, damit künftige Projekte und Vereinbarungen dieses weitreichenden Themengebiets die Situation für Patienten, Angehörige und Leistungserbringer aus Gesundheit und Pflege nachhaltig verbessern. Beide Institutionen stehen für die Prozesse der REGIONALE 2025 im engen fachlichen Austausch und haben dafür jetzt einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

"Die Herausforderungen sind enorm. Eine alternde Gesellschaft, die Probleme für Ärzte Nachfolger zu finden. Ohne E-Health, also den Einsatz digitaler Technologien, werden wir künftig in Südwestfalen nicht auskommen. Dafür müssen wir Ängste abbauen und kluge Lösungen suchen, die wir in die Fläche bringen", sagt Dr. Stephanie Arens, Leiterin der REGIONALE 2025 bei der Südwestfalen Agentur GmbH.

Die Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft Südwestfalen / GWS weiß um erprobte Technologien in der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung, weil sie selbst wiederum auf ein breites Netzwerk zurückgreifen kann, erklärt Geschäftsführerin Nadine Paschmann. "Unter dem Dach der Brancheninitiative engagieren sich Unternehmen der Medizin- und Lichttechnik, Kliniken und Dienstleister für die regionale Gesundheitswirtschaft. Wir verstehen uns aber auch Innovationsmotor und wollen unsere Kompetenzen in die REGIONALE 2025 einbringen." 

Die Brancheninitiative / GWS und die Südwestfalen Agentur starten in ihrem strategischen Zusammenwirken nicht bei Null. Zwischen 2012 und 2015 arbeiteten beide im Steuerkreis des Projekts "Demografiesensible Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum - Innovative Strategien durch Vernetzung" (StrateGIN) zusammen. Und zwar mit Akteuren aus Gesundheit und Pflege, Krankenhäusern, Ärzteschaft, Kommunen, Hochschulen und Wirtschaftsförderungen. Im Ergebnis erwuchsen daraus ein Fahrplan und ein Grundsatzpapier mit Perspektiven für die gesundheitliche und pflegerische Versorgung in Südwestfalen. Unter Federführung der Brancheninitiative arbeitet der Steuerkreis seitdem kontinuierlich daran, das Thema „Gesundheit im ländlichen Raum“ voranzubringen und hat die Südwestfalen Agentur auch schon bei der Bewerbung für die REGIONALE 2025 unterstützt.

Bildunterschrift: Zusammenarbeit besiegelt: Nadine Paschmann, Vera Gerling (Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft Südwestfalen / GWS), Jochen Schröder (Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH), Hubertus Winterberg, Stephanie Arens (Südwestfalen Agentur). (Von links) Foto: Stephan Müller/Südwestfalen Agentur

Hintergrund: Als regionale Entwicklungsgesellschaft bündelt die Südwestfalen Agentur die Kräfte von Wirtschaft und Politik zur wettbewerbsfähigen Positionierung der Region im Vergleich zu anderen Standorten. Seit 2012 setzt sie mit ihren Gesellschaftern Hochsauerlandkreis, Märkischer Kreis, Kreis Olpe, Kreis Siegen-Wittgenstein, Kreis Soest und „Wirtschaft für Südwestfalen e.V.“ das Regionalmarketing um. Im Bereich der regionalen Entwicklung arbeitet sie in enger Abstimmung mit den 59 Städten und Gemeinden an Zukunftskonzepten für Südwestfalen und setzt innovative Projekte um. Sie steuerte alle Aktivitäten im Rahmen der REGIONALE 2013 in Südwestfalen und übernimmt dies auch bei der REGIONALE 2025.

Quelle: Südwestfalen Agentur GmbH, Stand: 18.07.18